Interessengemeinschaft Tauberbahn gegründet
In seiner Begrüßungsrede ging Bürgermeister Frank Menikheim auf die bereits seit mehreren Jahren bestehenden Probleme der eingleisigen Tauberbahn ein. Was das Fass zum überlaufen brachte war, dass nach der Sanierung des Bahnhofs Markelsheim nicht mehr alle Züge in Igersheim und Königshofen halten. Dies habe dazu geführt, dass mehrere Kommunen und die Landkreise Schwäbisch Hall und Main-Tauber Resolutionen verabschiedeten und sich für die Gründung einer Interessengemeinschaft Tauberbahn aussprachen.
Landrat Christoph Schauder berichtete, dass nach der Ablehnung des Fahrplankonzepts Netz 11 2.0 der Westfrankenbahn vom Land eine Zukunftskommission eingesetzt wurde, die jedoch immer seltener tagte. Sehr empört habe ihn, dass er im April davon erfuhr, dass ab Juni trotz der Investitionen in den Kreuzungsbahnhof Markelsheim Zughalte in Igersheim und Königshofen ausfallen werden. Als Grund dafür wurde ein 2025 neu erstelltes Regelwerk der Bahn für die Fahrstraßenbildung genannt, die den aktuellen Fahrplan nicht mehr fahrbar machten.
Diese Erfahrung habe dazu geführt, den Vorschlag der Initiative Pro Tauberbahn aufzugreifen und eine Interessengemeinschaft Tauberbahn zu gründen. Ihr Ziel der uneingeschränkte Erhalt der Zughalte, die Vermeidung von Haltausfällen im Schülerverkehr, die Prüfung eines Alternativkonzepts mit gleichwertiger Bedienung, mittel- bis langfristig die Verbesserung der Infrastruktur und schließlich eine Pünktlichkeitsquote von 90%.
Sprecher gewählt
Einstimmung beschloss die Versammlung die Gründung der IG Tauberbahn und ein Organisationsstatut dafür. Als Sprecher wurden die Bürgermeister Michael Dieterich und Frank Menikheim gewählt. Die Geschäftsstelle wird bei der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber (VGMT) des Main-Tauber-Kreises angesiedelt. Die IG Tauberbahn ist offen für den Beitritt weiterer Gesellschaften und Organisationen. Sie ist erreichbar unter igtb@vgmt.de